Markus


Ich wuchs mit meinen Brüdern in Jegenstorf auf. Musik, u.a. Ländlermusik war bei uns zuhause immer präsent: so machten wir, seit ich zurückdenken kann, eigentlich immer Musik zuhause. Zuerst lernte ich selber Blockflöte, später besuchte ich Klavier- und Klarinettenunterricht. Erst viel später machte ich die klassische Ausbildung Lehrdiplom Klavier in Bern.
Unser Vater gründete 1969 die "Hausmusik Marti", die Formation, in welcher wir als Brüder mit unserem Vater bis 1982 auftraten. Hier sammelte ich meine ersten Erfahrungen mit Studioaufnahmen, Radio- und Fernsehauftritten.
Mein Hauptinstrument war in der Hausmusik Marti die Blockflöte, später spielte ich Klarinette und z.T durfte ich schon Kontrabass spielen.
1982 dann die grosse Rochade: wir 3 Brüder machten uns musikalisch "selbständig" und das Glück wollte es, dass sich die "Schmidbuebe" Bantigen ungefähr zur selben Zeit auflösten.  Daher kam es, dass Resu als Schwyzerörgeler für uns die Besetzung vervollständigte. Man kannte sich natürlich in der Szene, so waren uns die Schmidbuebe, Familienkapelle Schmid ('René Schmid, SLG) oder die Wüthrich-Brüder aus Bern natürlich bekannt. In meiner Kindheit machten wir v.a. Bekanntschaft mit der Bündner Ländlermusik: Kapelle Oberalp, Peter Zinsli, Heinz Ambühl oder Reini Spörri, all diese Leute kannten wir eigentlich als Kinder schon.
So ist es logisch, dass die Ländlermusik in meiner Kindheit einen grossen Stellenwert hatte.

Zwischen Hausmusik und RSGM kam ein Abstecher als Rockband dazu: Dänu spielte Gitarre, ich Bass. Unsere Band "Feedback" spielte Hendrix, Travers und viel eigene Musik. 

Ich war damals 20 Jahre alt und hatte meine erste musikalische Krise: Ein Leben lang Ländlermusik machen, 3 Teile, 3 Tonarten…? 

Zum Glück merkte ich schnell, dass meine Brüder und Resu eigentlich dasselbe dachten. Wir suchten von Anfang an die musikalischen Grenzen der Volksmusik und überschritten diese sogleich. So macht Musik Spass! Einfach das tun, was man will und Leute um sich haben, welche das selbe musikalische Selbstverständnis pflegen. 

Resu brachte innovative Schwyzerörgeli-Musik oder Innerschweizer Musikelemente mit ein, wir rockiges, jazziges, klassisches oder sonstwas musikalisch folkiges. 

So ergab sich mit der Zeit ein Stil, welchen wir mit E-Bass, Gitarre, Piano, synthetischen Elementen oder anderem zu einem Element verschmolzen.  

Wir haben uns heute definitiv gefunden mit Klarinette, 2 Schwyzerörgeli, Kontrabass oder E-Bass, oder 2 Schwyzerörgeli, Piano und Bass.  

Die musikalische Richtung ist stets dieselbe geblieben: Auf zu neuen Ufern, nie stillstehen, die Tradition bewusst pflegen, aber immer eigenes machen! 

Ich hoffe, RSGM wird noch lange Musik machen. Ich vergleiche uns immer mit "Rush", der kanadischen Rockband. Diese drei Musiker sind auch seit mehr als 35 Jahren unterwegs.

Bützberg, im Januar 2016


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